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  • AutorenbildLisa Stangier

Don't waste your summer vibes! Über Weitsicht, die eine Sache & unseren äußeren und inneren Horizont

Aktualisiert: 6. Aug. 2023


Ich finde ja, wir sollten, wenn es uns irgendwie möglich ist, mindesten 1x pro Jahr aufs Meer schauen und auch mindestens 1x (wenn nicht viel, viel öfter) einen Berg besteigen.


Ich liebe beides und konnte dieses Jahr auch schon beides tun. Und ich glaube die wenigsten von uns können sich dieser unglaublichen Magie entziehen, die sich entfaltet, wenn unsere Augen und unser Geist in diese wunderschöne Ferne schweifen... Nicht selten geraten wir in diesen Momenten ins Schwärmen, Philosophieren und größer Träumen.



Es gibt ja diesen Satz: "Dein Glaube kann Berge versetzen."

Ich glaube ja, Berge können das auch mit unserem Glauben! ;-)


Jeder von uns kennt das: Sitzt man oben auf einem Berg und hat gefühlt die ganze Welt unter sich und steht einfach weit weg von allem und im wahrsten Sinne des Wortes über den Dingen, denken wir doch automatisch irgendwie freier und mutiger. Und wenn wir oben auf einem 2- oder 3-Tausender angekommen sind, glauben wir doch auch immer wieder ein Stück mehr ans uns und, dass noch mehr möglich ist, oder?


Ein ähnliches Gefühl von Freiheit, Sehnsucht und mehr Möglichkeiten durchströmt mich, wenn ich früh morgens oder abends am Meer sitze, zum Horizont schaue, den Sonnenauf- oder -untergang beobachte und den herumfliegenden Möwen zusehe. Es wachsen einem dabei selbst fast Flügel... Zumindest fliegen die Gedanken deutlich leichter und freier als sonst.


Wir haben alle diese beflügelnden und inspirierenden (Urlaubs-) Momente, in denen der echte und der eigene Horizont weiter sind, in denen Ideen sprudeln, sich Wünsche zeigen und wir uns mutiger, offener, ausgeglichener und oft viel sorgloser fühlen. Und in denen diese kleine Flamme der Entschlossenheit in uns aufflackert und wir mit einem anmutigen und erfüllten Lächeln im Gesicht tiefer und entspannter ein- und ausatmen bis die Sonne verschwunden ist oder wir uns mit neuem Spirit und Tatendrang im Gepäck auf den Rückweg runter vom Berg machen.


Den meisten von uns fällt es viel leichter, sich an diesen schönen Orten in der Natur bessere Gedanken zu machen und in neuen Ideen und größeren Träumen zu schwelgen. Wenn wir am Meer oder auf einem Berg sitzen, einen viel weiteren Horizont haben und uns die Sonne auf die Nasenspitze scheint... Ist auch klar:


Wenn der äußere Horizont weit ist, geht eben auch der innere viel leichter auf.

Leider verpufft diese Entschlossenheit und die Weite unserer Gedanken, die wir auf NN oder auf 2145 Höhenmetern haben, sehr rasch, soabld wir wieder zuhause in unseren 4 Wänden sind und wir uns auf unserer normalen Flughöhe einpendeln. Wir gehen in unseren Alltag zurück und alles verblasst, was schon so lange ändern oder endlich mal machen wollten... Betrifft das "nur" kleine Wunschträume oder Apérol-Spritz induzierte Urlaubs-Schwärmereien ist es vielleicht ein wenig schade, denn auch darin liegt bestimmt eine Menge "Verglücklichungspotential". Spüren wir aber eine echte Sehnsucht (etwas, das danach sucht, gesehen zu werden #fürdiekleinenphilosophenunteruns), ehrliche Wünsche und Notwendigkeiten (im wahrsten Sinne des Wortes), dann ist es mehr als schade. Dann sollten wir da ran - und uns bestenfalls nicht erst im nächsten oder übernächsten Sommer, auf dem nächsten Gipfel oder beim nächsten Blick aufs Meer leise daran erinnern...


Im Sommer verbringen wir in aller Regel viel mehr Zeit als sonst an unbekannten Orten, mit anderen Menschen, neuen Eindrücken, spannenden Gerüchen, Geschmäckern, Farben, Intensitäten oder auch beeindruckend anderen Lebensumständen - ob bescheidener oder luxuriöser Art. Die Sonne, diese Orte und die kleinen Momente schenken uns viel Energie, Muße und Entspannung. Und ganz oft auch Wünsche, Weitblick und Entschlossenheit.


Aber wieviel davon nehmen wir wirklich mit nach Hause und bewahren uns das?


Ich habe mal diesen Satz gelesen, der - zugegeben etwas harsch - aber zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, den richtigen Impuls geben kann:


"Don't waste another year doing the same shit." ...und wir könnten "year" auch durch "summer", "winter", "season" oder sogar "day" ersetzen...


Denn auch wenn der Sommerurlaub definitiv zum Abschalten und Genießen da ist und ein bisschen Nach-mir-die Sintflut & Dolce Vita noch keinem geschadet hat - wie wäre es, wenn wir unsere Schwärmereien mal nicht nur als solche abtun und auf die leichte Schulter, sondern mit nach Hause nehmen, mit runter vom Berg, sie aufschreiben und uns gleich montags, wenn wir wieder in die Arbeit starten, fragen:


"Was könnte heute die eine kleine Sache sein, die mich mehr in diese Richtung bringt?"


Und das fragen wir uns ab sofort jeden Tag, Woche für Woche. Und zack, sitzen wir im nächsten Jahr am Meer oder auf einem Berg und schwelgen nicht in fernsten Träumen wie immer, sondern sind ihnen vielleicht so nahe wie schon lange nicht mehr...


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