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  • Lisa Stangier

Über Mut, Disziplin und Flow

Aktualisiert: 14. Mai 2021

Mai 2021

Haben diese 3 hochwirksamen Fähigkeiten Mut, Disziplin und Flow etwas gemeinsam?


Und wenn ja, was?

Sie begleiten uns unser ganzes Leben, fordern uns immer wieder heraus, können uns viel Schweiß und Tränen und oft richtig viel Überwindung kosten. Was an diesen Dreien ist also so erstrebenswert, dass wir sie bestenfalls jeden Tag in unseren Alltag integrieren? Wie passen diese 3 gut meinenden „Querulanten" überhaupt zusammen, was haben sie gemeinsam und müssen es immer alle 3 sein?

Weißt du was Mut, Disziplin und Flow dir alles schenken? Hier eine kleine Auflistung - ohne Anspruch auf Vollständigkeit… ;-)


Sie erzeugen in dir:

Vertrauen, Selbstwert, Eigenmacht, Zuverlässigkeit, Glücksgefühle, Freude, Begeisterung, Stolz, Wachstum, Wirksamkeit, Fortschritt, Gelassenheit, Kreativität, Potenzialentfaltung, neue Erfahrungen, Gefühle, Gedanken, Ideen und wahrscheinlich noch vieles mehr….


Und nun müssen wir eigentlich gar nicht mehr drüber nachdenken, ob wir diesen 3 Zeitgenossen mal wieder öfter Gelegenheiten einräumen, sondern nur wie!? Denn so richtig leicht fallen sie uns in der Regel leider nicht...


Woran liegt das?

Weil wir unsere unsere Komfortzone verlassen müssen. Zumindest mal für Mut und Disziplin. Der Flow, wenn er denn mal da ist, ist ein dankbarer Zustand und kann sich sogar sehr nach Komfortzone anfühlen. Er stellt die beiden anderen in seinem Angenehmheitsgrad deutlich in den Schatten. Aber auch der Flow will erstmal gefunden werden und da grätscht uns gerne mal der Alltag rein. Und hier schließt sich wieder der Kreis. Wollen wir unser Level an Lebendigkeit, Eigenmacht und Selbstkompetenz anheben, müssen wir unseren oft gleichklingenden Alltags-Singsang ab und zu verlassen. Und das geht. Mit Mut, Disziplin und Flow.


We all know: „Magic happens outside the comfort zone.“


Oft ist es so, dass uns einer dieser 3 „Hacks“ leicht fällt. Wir sind also entweder recht mutig und (sorry für den Ausdruck!) scheißen uns nix. Oder wir sind sehr diszipliniert - zum Beispiel in Sachen Training, in Arbeitsbelangen oder bei unseren Finanzen. Wir haben das alles im Griff und gehen konsequent unseren Zielen und Plänen nach. Oder wir können uns enorm gut entspannen, unsere Gedanken fließen lassen und richtig kreativ vor uns hin arbeiten, träumen, reden, leben und Muße tun - also unseren Flow finden. Erkennst du dich in einem der drei wieder? Vielleicht gehörst du auch zu den Glücklichen unter uns, denen sogar 2 von 3 leicht fallen. Aber was ist mit dem Dritten?

#hack Nr. 1: der Mut


Vielleicht ist Mut die herausforderndste Fähigkeit dieser Trias. Warum? Weil mutig sein oft mit Angst einhergeht. Eine unserer größten psychologischen Ängste ist die der Ablehnung. Wir sind Herdentiere und das Dazugehören zur Herde sichert unser Überleben. Das ist so in uns verankert, dass wir oft der Harmonie oder Balance wegen uns etwas nicht trauen. Wir verlassen ungern sicheres Terrain - gedanklich, emotional oder auch physisch. Solange wir nicht garantiert wissen, was wir nachher davon haben oder dafür bekommen, fragen wir uns, ob sich diese krasse Überwindung lohnt oder, ob wir es nicht lieber lassen sollen.

Jede*r von uns war schon mal so richtig mutig und Jede*r von uns hat schon mal etwas nicht gemacht, weil der Mut gefehlt hat. Fallen dir spontan zwei Situationen ein?

Weißt du noch, wie du dich nach der ein oder der anderen Situation gefühlt hast? Was hat das größere Feuerwerk in dir ausgelöst, was hat dich mehr stolz gemacht, dich wachsen lassen und dir mehr Schmetterlinge verpasst? Welche der beiden Geschichten erzählst du dir hin und wieder mit Freunden und lachst herzhaft, wenn du an die Situation zurückdenkst? Ganz sicher die mutige Variante! Sie ist die, die positiv nachwirkt - nicht die „Unmutige“. Und zum Thema Überleben in der Herde: den Beweis führst du ja - du lebst ja schließlich noch! ;-)


(Kleine Randnotiz: Beim Thema Mut meine natürlich NICHT, dass wir um jeden Preis mutig, bzw. waghalsig sein sollen. Hier gibt es Grenzen und dafür ist unsere Angst schließlich da. Hier setze ich auf deinen gesunden Menschenverstand. Du weißt, was ich meine und du kannst eine echte Angst von deiner ich-trau-mich-nicht-diesen-tollen-Menschen-anzusprechen-Angst unterscheiden…)


Denke also an all deine kleinen mutigen, verrückten Momente zurück. An das Gefühl danach - egal, ob etwas dabei rausgekommen ist oder nicht. Egal, ob es damals geklappt hat oder nicht. Schreib gerne mal auf, was die 10 mutigsten Dingen waren, die du je getan hast, wie du dich danach gefühlt hast, wohin sie dich eventuell sogar gebracht haben und, was du heute darüber denkst. Und dann denke bei nächster Gelegenheit daran, wenn du vor einer mutigen Entscheidung stehst…


„You get in life what you have the courage to ask for.“ (Oprah Winfrey)

#hack Nr. 2: die Disziplin


Die Disziplin ist einer DER Schlüssel zu deinem Selbstvertrauen: DU nimmst dir etwas vor und DU ziehst es durch. Punkt. Dein Unterbewusstsein lernt, dass es sich auf dich verlassen kann. Du lernst, dir zu vertrauen. Wenn du also gerne mehr Selbstvertrauen hättest, ist es tatsächlich ziemlich einfach. Nimm dir etwas vor, das dich Überwindung kostet und dich herausfordert und zieh es durch. Mache beispielsweise eine 21-Tage-Challenge und tue konsequent 21 Tage lang, was du dir auferlegt hast. Das kann Sport sein, das kann - wie gerade in meinem Fall - eine „No Coffee-Challenge“ sein, dass kann eine halbe Stunde früher aufstehen sein oder what ever. 21 Tage bieten sich an, da man weiß, dass wir ca. 21 Tage benötigen, um neue Gewohnheiten zu etablieren. Du wirst merken, dass dir die neue Sache sehr bald sehr viel leichter von der Hand geht. Und dann? Dann hast du einen riesen Brocken mehr Selbstvertrauen geschaffen und bekommst wahrscheinlich eine große Portion Energie gratis on top.

#hack Nr. 3: der Flow


Solltest du nun zu der Fraktion gehören, die sagen „ich ziehe immer mein Ding durch“ - wunderbar. Wie steht es dann bei dir ums Thema Loslassen, Kontrolle abgeben, mal rein spielerisch etwas tun - nur um des Tuns willen ohne etwas zu erreichen? Kannst du völlig entspannt sein, Fünfe gerade sein lassen, mit dir nicht zu streng sein und mal so richtig in den Muße-Zustand gehen? Auch das klingt für die einen nach „Ach, das ist doch meine leichteste Übung“ aber für jemand Anderen ist das nahezu der blanke Horror - null Kontrolle, kein echtes Ergebnis, das Gefühl der Zeitverschwendung oder naivem, kindlichem Rumgetue. Und auch hier gilt wieder: Willkommen außerhalb deiner Komfortzone!


Natürlich ist der Flow-Zustand, also der Zustand, in dem wir in Muße sind, in dem unsere Gehirnwellen in einen tagträumerischen, vielleicht sogar tranceartigen Modus wechseln, kein erstrebenswerter Dauerzustand. Aber er ist ein sehr wirksamer Begleiter, unser emotionaler Medizinmann, den wir zu Rate ziehen können, wenn der Rest der (Innen-) Welt am Durchdrehen ist. Im Flow bist du nämlich nur, wenn du loslässt, wenn du bei dem, was du machst, Freude empfindest und genießt. Deine Gehirnwellen sind im Flow ähnlich denen von spielenden Kindern - die Welt ist in Ordnung und der Körper durchströmt von Gefühlen aus Spaß an der Freude!

Finde etwas für dich, das dir täglich diesen Zustand beschert. Gehe jeden Tag mindestens 1x in den Bereich von „die Welt ist in Ordnung und ich habe extrem Spaß bei dem, was ich hier tue“. Und wenn es nur 5-10 Minuten Musik an und Tanzen, in die Badewanne steigen oder Meditieren ist. Solltest du das noch nicht praktizieren, und dich einfach mal auf ein bisschen mehr Flow einlassen, wundere dich nicht, wenn sich einiges um dich herum positiv verändern wird. Und das meine ich ganz ohne Wuuh Wuuh…


Mein abschließender Wunsch: Nimm dir diesen Monat mal alle drei Fähigkeiten zur Brust und zu Herzen. Selbst wenn du denkst „Ach, 2 von 3 beherrsche ich - das ist eine super Quote!“, widme dich noch der Dritten!

Du kannst sie alle drei! Es ist nur die Frage, ob du sie dir auch zunutze machst und ihr Potenzial für dich entfalten lässt…


Ich wünsche dir von Herzen einen mutigen, diszipliniert-energievollen und genussvoll-spielerischen Monat!


Deine Lisa

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